Bahngleise

Bre­men — Achim, 19.07.2023 — 15:26 Uhr Nach­trag zur Pres­se­mit­tei­lung vom 19.07.2023 — 15:26 Uhr

Bre­men — Achim, 19.07.2023 — 15:26 Uhr Nach­trag zur Pres­se­mit­tei­lung vom 19.07.2023 — 15:26 Uhr:

20.07.2023 – 12:47

Bre­men

Am gest­ri­gen Tag wur­de der Lok­füh­rer des RE4420 an der plan­mä­ßi­gen Abfahrt um 15:26 Uhr vom Bahn­hof Achim in Rich­tung Bre­men gehindert.

Etwa 200 Per­so­nen sind aus angren­zen­den Büschen vor sei­nen Zug in die Bahn­glei­se gelau­fen, und eine klei­ne­re Per­so­nen­grup­pe hat durch ihr Ver­hal­ten den Zug aktiv an der Abfahrt gehin­dert, um den rest­li­chen Per­so­nen und spä­ter auch sich selbst den Ein­stieg in den Zug noch zu ermöglichen.

Es wird wei­ter­hin ange­nom­men, dass es sich bei den Per­so­nen um Mit­ar­bei­ten­de eines ört­li­chen Logis­tik­un­ter­neh­mens handelt.

Die ers­ten Per­so­nen konn­ten inzwi­schen iden­ti­fi­ziert wer­den. Es wer­den die ent­spre­chen­den Straf­an­zei­gen gefer­tigt (Nöti­gung gem. § 240 StGB).

Die Bun­des­po­li­zei­in­spek­ti­on Bre­men steht mit benach­bar­ten Dienst­stel­len und dem Logis­tik­un­ter­neh­men in Kon­takt, um den Sach­ver­halt aus­zu­wer­ten. Das erklär­te Ziel aller Betei­lig­ten ist es, Per­so­nen vor mög­li­chen gesund­heit­li­chen Schä­den durch ein- oder aus­fah­ren­de Züge zu bewahren.

In die­sem Zusam­men­hang weist die Bun­des­po­li­zei dar­auf hin, dass Bahn­hö­fe nur auf aus­ge­wie­se­nen Wegen zu betre­ten und zu ver­las­sen sind. Jeg­li­ches ande­res Ver­hal­ten stellt min­des­tens eine Ord­nungs­wid­rig­keit, wenn nicht sogar eine Straf­tat dar. Dar­über hin­aus bestehen für Per­so­nen im Bereich von Gleis­an­la­gen erheb­li­che Gefah­ren für Leib und Leben.

Züge haben kurz vor der Ein­fahrt in einen Bahn­hof in der Regel erheb­li­che Rest­ge­schwin­dig­kei­ten von 80 bis 100 km/h! Der Brems­weg liegt bei meh­re­ren hun­dert Metern, selbst bei Ein­lei­tung einer Schnell­brem­sung. Per­so­nen, die ver­su­chen, die Glei­se zu über­que­ren, bege­ben sich in Lebensgefahr.

Auf den mitt­le­ren Glei­sen am Bahn­hof Achim sind regel­mä­ßig bis zu 100 Güter­zü­ge je Tag in der Durch­fahrt. Bereits ste­hen­de Rei­se­zü­ge ver­de­cken dann teil­wei­se die Sicht in den Bahn­hof für den Lok­füh­rer des jewei­li­gen Güter­zu­ges. Per­so­nen, die dann noch ver­su­chen wol­len, die Glei­se zu über­que­ren, um 23 Minu­ten War­te­zeit zum nächs­ten Per­so­nen­zug zu spa­ren, ris­kie­ren damit ihr Leben. Daher der noch­ma­li­ge Warn­hin­weis, die Glei­se und Gleis­an­la­gen nicht unbe­fugt zu betre­ten oder gar zu überqueren.

Zeu­gen, die Anga­ben zum Sach­ver­halt vom gest­ri­gen Tag oder zu betei­lig­ten Per­so­nen machen kön­nen, wer­den wei­ter­hin gebe­ten, sich bei der Bun­des­po­li­zei unter Tel. 0421/16299–7777 zu melden.

Rück­fra­gen bit­te an:

Bun­des­po­li­zei­in­spek­ti­on Bremen
Rene Schmidt
Tele­fon: 0421 16299–6103
Mobil: 0173–6783390
E‑Mail: bpoli.bremen.oea@polizei.bund.de
www.bundespolizei.de
Twit­ter: https://twitter.com/bpol_nord

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